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Patchworkfamilien

Mittlerweile ist in Deutschland etwa jede siebente Familie eine so genannte  Patchworkfamilie. Diese Bezeichnung (Patch=Flicken) hat immer noch den Beigeschmack des Defizitären, aus der Not zusammen gewürfelten (zusammen geflickten).

Deswegen benutze ich den Terminus „Tiffany-Familie“, da dieser eher der Tatsache gerecht wird, dass sich diese Familien aus unterschiedlichen Einzelkomponenten kunstvoll und  ästhetisch zu einem Ganzen formieren.
Tiffany-Familien haben aufgrund ihrer besonderen Struktur mit Problemen zu kämpfen, die es in anderen Familienformen so nicht gibt. Die besondere Belastung dieser Familien zeigt sich auch darin, dass die Hälfte aller Tiffany-Ehen geschieden wird.

Schwierig ist neben rechtlichen Dingen (Namensgebung, Erbe…) auch das Fehlen gesellschaftlicher (Vor)-bilder für diese Lebensform.

Themen, die in den Therapien/Beratungen immer wieder auftauchen sind u.a.:

Der erhöhte Bedarf an Aushandlung in Tiffany-Familien führt in der Regel zu einer erhöhten sozialen Kompetenz bei Kindern aus diesen Familien.